Yoga ist ein großer Begriff, für mich persönlich bedeutet es Bewusstheit über Körper, Geist und Seele. Spiritualität, Achtsamkeit mit sich selbst, seinem Körper, seinen Mitmenschen. Meine tägliche Yogapraxis ist für mich heilsam. Die Körperstellungen (Asanas) geben mir Kraft, Meditation und Atemübungen bringen mir Ruhe und Ausgeglichenheit. Durch die Konzentration auf die richtige Ausrichtung der Asanas wird mein Geist ganz auf den Körper gerichtet und ich vergesse die Alltagsgedanken und komme voll im Hier und Jetzt an. Ich praktiziere Yoga regelmäßig seit 2009, auch Meditation im Alltag: Gehmeditation, Konzentration auf einen Gegenstand, Kurz-Meditationen.

Inwieweit gibt es einen Zusammenhang zur wörtlichen Bedeutung des Yoga?

Yoga heißt unter anderem das Joch, mit dem man die Lasttiere anhängt.
Das Joch hat für mich in der deutschen Sprache eine negative Bedeutung: Eine schwere Last tragen. Das entspricht nicht dem Gefühl, das Yoga mir vermittelt. Manchmal ist es hart, aber immer eine Freude, ja zumeist ein Hochgefühl, Yoga zu praktizieren. Yoga ist nach meinem Verständnis ein Bindeglied, die Verbindung von Körper Geist und Seele.
Yoga bedeutet auch anschirren, anspannen. Spannen wir unsere Muskeln an und dehnen unsere Seele!

„Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.“
Joseph Freiherr von Eichendorff: „Mondnacht“