Den Yoginis gewidmet.

Kriegerin

Kriegerin bin ich, werd ich sein.
Kämpf‘ im Inner’n, könnte schrei’n!
Ohne Wein, ganz allein, will mich selbst befrei’n.
Frieden, Freundschaft, Menschlichkeit-
Große Worte- doch ich bin bereit.
Yoga- meine Antwort auf die Fragen,
Die ich so lang in mir getragen.
Kreuzen, konzentrieren, Ziel im Blick-
Umdreh’n, schnell ins Glück zurück.
Anna Moser, Wien im Juni 2017

 

Sternenstaub

Wer bildet sich ein,
Sternenstaub zu sein?
Ich doch nicht,
Bildest Du Dir das ein?
Und doch: Wir sind klein.
Aus Elemente sind wir erschaffen,
Genau wie Löwen, Katzen, Affen.
Feen und Pan,
Lysander und Puck,
Nimm nur einen Schluck
Und Du wirst sehn:
Nimmerland ist unglaublich schön!

Anna Moser

 

Die Libelle

Ich spüre, Du bist da.
Ganz nah.
Ich bin Deine Libelle.
Mal so auf die Schnelle.
Ich flieg von Ort zu Ort,
Bin manchmal hier,
Mal dort.
Am besten am Wasser zu finden.
Nahe Deiner Linden..
Ich denk an Dich.
Bei Tag, bei Nacht.
Sag, was hast Du aus mir gemacht?
Anna Moser

 

 

 

 

Die küssende Muse

 

Küsst Dich die Muse wieder

Mit Ihrem sanft Gefieder?

Sie trägt blasslila Flieder.

Wann siehst Du sie denn wieder?

Der See ruhig und tief.

Die holde Maid – sie schlief

Geweckt von einem Kuss:

Mein lieber Schatz ich muss!

Von dannen – Arbeit ruft.

Sie denkt: Was für ein Schuft!

Am Abend beim köstlichen Essen

Ist all dies längst vergessen.

Gefühle geh’n und kommen.

Ich bin heut weit geschwommen.

Kärnten 2017

Liebster!

 

Ich nehme Dich auch ungetauft,

selbst wenn der Papst die Haar sich rauft!
Ich lieb Dich so mit Haut und Haar,

uns´re Verbindung ist so wunderbar.

Am Telephon philosophierend,

annalog Körper studierend.

Ein Ton schlägt hohe Wellen.

Die Worte aus mir quellen.

Griechen, Römer, Franzosen,

ich möchte Dich liebkosen.

Du bist die beste Wahl,

weswegen ich so strahl.

Beamen ist noch nicht so weit,

worüber sich die Sehnsucht freut.

Hab solche Spürsucht nach Dir!

Wir sind ein starkes Wir.

Für heute ist jetzt Schluss.

Ich schick Dir einen Kuss.

Deine Dich liebende Anna

 

Liebe Anna,

Ich brauche ein großes Vogelhaus.

Mein Vogel lebt in Saus und Braus.

Mein innerer Schweinehund

Ist wie ich nicht ganz gesund.

Er lebt in der Villa Kunterbunt

Und ist in Wirklichkeit ein bunter Hund.

Die Störung heißt verliebt sein.

Das Essen ist hier besonders fein.

Deine Dich ewig liebende Anna

 

 

Die Bergwanderer

 

Wenn Du bei mir bist, geht’s mir besser!

Auch in Wien gibt’s Bier wie Gösser.

Und Arbeit lässt sich für Dich finden.

Dei‘ Energie ist nicht am Schwinden.

Als Spinne hab ich Dich umgarnt.

Sag nicht, ich hätt‘ Dich nie gewarnt.

Es bleibt uns noch viel Leben!

Will mit Dir in die Berge streben.

Das Leben ist nicht immer eben.
Hab Garn um für uns 2 zu weben.

Bei Dir kann ich ruhig verweilen.

Du hältst mich sicher in den Seilen.

Statt durch den Weg zu eilen

Mach ich jetzt schöne Meilen.

Mach bei mir nicht nur kurz Halt!

Ach, Liebster: komm doch bitte bald.

 

Deine Anna

 

Nachdem‘s mich doppelt, dreifuß, Ödipus zerreißt,

Eine Zeile noch: Anton der Hund nicht beißt!

Der Grund der Zerrissenheit des Kruges heißt:

Kleist!

Der zweite zwitschert zwischen Dir und mir:

Kann nur die Reise machen achhhhh zum Wir!

Zuletzt sei unbesorgt: Großmutter Mond

Beschert den SCHMERZE, der mir inne wohnt.

Geduld hab Dank auch teurer Freund!

Geteiltes Leid – bald dann vereint.